Helmut Schmidt und was uns sonst noch bewegt

Lange habe ich nichts mehr geschrieben. Vermutlich auch egal, da das meiste eh nur mich selbst interessiert – und selbst das stelle ich manchmal in Frage. Aber ich bezahle Platz auf dem Server, also schreibe ich mal wieder was. Alles andere wäre ökonomisch ja auch widersinnig.

Aktuell und mir persönlich nahegehend ist der Tod von Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Ich kannte ihn nicht persönlich (wer bin ich denn) und auch seine Politik habe ich als kleiner Bub nur am Rande mitbekommen. Biographie gelesen? Nichts für mich, auch wenn ich gerne lese.

Also beziehe ich mich auf die Momente, die ich Helmut Schmidt erleben durfte. In diversen TV-Formaten, Diskussionsrunden. Jedem wohl am meisten im Gedächtnis bleiben seine Mentholzigaretten. Diese hatte er immer dabei und auch immer genutzt. Rauchverbote interessierten Helmut Schmidt nicht; wen es störte, musste fernbleiben oder die Einladung zur öffentlichen Diskussionsrunde wurde abgesagt.

Helmut Schmidt war und ist immer noch für mich ein Mensch mit Prinzipien, der mit den Konsequenzen seines Handelns lebte und die Schuld nicht bei anderen suchte. Wenn er so in der Politik agierte, wie später mit seinen Metholzigaretten, so war er wahrlich ein Politiker von Format, wie wir ihn heute leider nicht mehr finden und zukünftig finden werden.

Schade! Aber Helmut Schmidt würde in die heutige Riege der Wirtschaftsspeichellecker nicht mehr hineinpassen. Er dürfte heutzutage bestenfalls den Boden der Parteibasis wischen! Hat er in seiner politischen Laufbahn alles richtig gemacht? Sicherlich nicht! Oft genug hört und liest man im Nachhinein von diversen Fehltritten, Fehlentscheidungen und Intrigen.

Ich erwarte aber auch nicht, dass ein Politiker alles richtig macht, sondern mit Rückgrat und für die richtige Lobby handelt. Die richtige Lobby für einen Politiker kann nur das Volk sein, aber nicht die Tabakindustrie, Pharmaindustrie, Automobilindustrie.

In diesem Sinne wünsche ich allen Hinterbliebenen von Helmut Schmidt viel Kraft und wünschte mir, dass er wie der Phönix aus der Asche wieder auferstünde.

Was mich derzeit sonst noch bewegt, um beim Titel zu bleiben? Sehr viel sogar, aber schreiben möchte ich dazu jetzt nichts!

Deutschland ist ein reiches Land

Es ist für mich unvorstellbar, dass die Kassen vieler Kommunen leer sein sollen. Auch der Streit zwischen Bund und Länder wegen der Umverteilung der Flüchtlinge ist für mich unbegreiflich.

Jeden Tag, wenn ich zwischen Heidelberg und meinem Arbeitsplatz am Flughafen Ffm. pendle, muss ich durch mehr Baustellen, als Autobahnstrecken, die nicht zur Baustelle “transfomiert” wurden. Ganze Autobahnteilstrecken sind für mehrere Kilometer gesperrt, so dass der Autofahrer gezwungen wird, zeitintensive Umleitungen zu nutzen (Beispiel: 656 Heidelberg – Mannheim).

Auf der Webseite der Baustelleninformation sieht man eine aktuelle Übersicht der vorhandenen Baustellen in ganz Deutschland und auch der damit verbundenen Vollsperrungen. Wenn ich mir diese Karte ansehe, stelle ich mir ernsthaft die Frage: Müssen wir bei einem solchen Anblick noch über die Kosten der Flüchtlingsaufnahme diskutieren?

Das BfR und die Reaktion auf Kritik

Am 24. April 2015 schrieb ich einen kleinen Beitrag über das Bundesinstitut für Risikobewertung und seiner offensichtlichen Lüge zur Feinstaubentwicklung in E-Zigaretten. Prof. Dr. Bernhard Mayer hat die Bewertung des BfR inhaltlich kristisiert und auf die Fehler hingewiesen, sowie begründet.

Anstatt nun eine Diskussion mit Prof. Dr. Bernhard Mayer zu beginnen oder seine Position darzulegen, wird von Seiten des BfR “lediglich” versucht, ihn mundtot zu machen. Das BfR hat die Vorgesetzten von Bernhard Mayer angeschrieben, u.a. mit der Bitte, ihn disziplinarisch zu maßregeln. Im Vergleich zu vielen anderen Hochschulen scheint die Universität in Graz Prof. Dr. Bernhard Mayer den Rücken zu stärken.

Dieses Vorgehen einer Hochschule ist leider eine Seltenheit, wodurch Kritik an dem BfR aus wissenschaftlichen Kreisen sehr gering ist. Es ist zwar allgemein bekannt, dass wissenschaftliche Angestellte um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen, wenn sie das BfR kritisieren, doch erst durch die Offenheit durch Prof. Dr. Bernhard Mayer liegt diese Vorgehensweise des BfR nun in Schriftform vor! Auch wenn es in diesem Fall “nur” die E-Zigarette betrifft, kann sich der werte Leser vielleicht eine Vorstellung davon machen, dass es sich um keinen Einzelfall handeln wird.

Prof. Dr. Bernhard Mayer hat natürlich auch auf diesen Brief reagiert (siehe unten).

Der Brief des BfR an die Vorgesetzten von Prof. Dr. Bernhard Mayer

Reaktion von Prof. Dr. Bernhard Mayer auf den Brief

Die E-Zigarette und der Jugendschutz – wie das BfR lügt!

Der Streit um die E-Zigarette geht in neue Runde. Die Politik möchte die E-Zigarette unter das Jugendschutzgesetz stellen und somit erst ab 18 Jahren zulassen. Neu ist daran nichts, wird dies doch vom VdeH e.V. (Verband der eZigarettenhändler) bereits seit 4 Jahren eingefordert. Die angeschlossenen Verbandshändler verkaufen übrigens seit Bestehen des Verbands auf freiwilliger Basis nur an volljährige Personen.

Anstatt das Jugendschutzgesetz einfach zu erweitern, wird die Debatte ausgenutzt, die E-Zigarette ein weiteres Mal negativ zu behaften – und zwar nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für erwachsene Raucher. Um die angebliche Schädlichkeit der E-Zigarette im Gehirn der Menschen zu verankern, schreckt nun selbst das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nicht davor zurück, die Bevölkerung anzulügen! Lügen ist die bewußte Verbreitung der Unwahrheit!

Die dreisteste Lüge, die das BfR verbreitet, ist die angebliche Entwicklung von Feinstaub bei der Verdampfung des Liquids. Wider besseren Wissens stellt das BfR den Dampf der E-Zigarette mit dem Rauch einer Tabakzigarette und den Abgasen eines Dieselmotors gleich.

Bei einer Tabakzigarette entsteht der Feinstaub durch Verbrennung des Tabaks. Feinstaub sind feine Festkörperpartikel, die sich auf das Lungengewebe setzen und dieses damit schädigen. Im Gegensatz dazu entsteht bei der Verdampfung des Liquids einer E-Zigarette lediglich ein Aerosol, welches aus feinen Flüssigkeitströpfchen besteht. Diese Flüssigkeitströpfchen können sich nicht auf das Lungengewebe ablagern und dieses somit auch nicht schädigen.

Diese Tatsache ist dem BfR bereits seit Jahren bekannt, hat es doch dem Aerosol von Nebelmaschinen in Diskotheken eine Unbedenklichkeit bescheinigt. Die Hauptbestandteile des Fluids in Nebelmaschinen decken sich mit denen im Liquid für die E-Zigarette – nur dass die der E-Zigarette pharmazeutische Qualität haben. Auch der Verdampfungsprozess in der Nebelmaschine ist maßgeblich identisch zu dem der E-Zigarette – nur dass in der Nebelmaschine höhere Temperaturen benötigt werden.

Auch Asthmainhalatoren erzeugen ein Aerosol, welches tief in die Lunge gezogen werden muss, um Wirkung zu zeigen. Sogar bei Kleinstkindern mit Asthma werden diese Inhalatoren angewendet.

Prof. Dr. Bernhard Mayer des Instituts für pharmazeutische Wissenschaften der Universität Graz hat das BfR über die Fehler in der Stellungnahme aufgeklärt. Ob das BfR sich seiner wichtigen Stellung in der Gesellschaft nun bewußt wird oder weiterhin Lobbyarbeit betreibt wird die Reaktion/Nichtreaktion zeigen.

Stellungnahme des BfR in vollständiger Fassung

Stellungnahme von Prof. Dr. Bernhard Mayer des Instituts für pharmazeutische Wissenschaften

 

Wie war das noch mit der Spreu und dem Weizen?

In der Dampfercommunity entbrennt wieder ein neuer Streit. Deutsche Hersteller wehren sich nun geballt gegen billige Kopien ihrer Produkte aus China, die schon seit längerer Zeit den Markt überschwemmen. Die Kopien sind in aller Regel nicht nur von deutlich schlechterer Qualität. Sie werden zudem gerne mit dem Logo der Original-Hersteller produziert und frecherweise auch mit dem Aufdruck “Made in Germany”.

Nun stört dies die Käufer nicht. Für viele ist es einfach nur wichtig, günstig an vermeintlich gute neue Produkte zu kommen. Mangelhafte Qualität ist von diesen Käufern oft schon einkalkuliert und gemessen am Preisunterschied kein Hinderungsgrund, sprechen wir doch von einem Preis, der 10-20% des Originals beträgt. Auch den Schaden für den Originalhersteller mögen viele nicht erkennen, da sie das Original zu dem ausgelobten Preis “nie erwerben würden”. Der größte Hohn ist die Meinung, dass dadurch erst die Entwicklung neuer Produkte gefördert würde!

Dagegen halten die Befürworter der Herstellermaßnahmen, dass durchaus ein eklatanter wirtschaftlicher Schaden entsteht. Denn der Originalhersteller – ob aus Deutschland oder einem anderem Land – hat Entwicklungsarbeit in das Produkt gesteckt, Prototypen erstellen lassen und nicht zuletzt einfach eine gute Idee gehabt.

Weiterhin ist ein Hersteller/Händler, sofern er sich entsprechende Rechte am Logo, Namen und Design hat sichern lassen, verpflichtet, gegen Verstöße vorzugehen. Macht er dies nicht, wird der Schutz verwässert und der Rechteinhaber verliert seine eingetragenen Schutzrechte.

Und ob ein Original-Hersteller nun durch die Hersteller von Kopien/Plagiaten mehr Umsatz macht oder nicht, ist doch irrelevant. Der Hersteller von Klonen/Plagiaten hat es schlicht nicht verdient, mit anderer Leute (finanziellen und zeitlichen) Einsatz Geld zu verdienen. Denn mittlerweile hat sich ein regelrechter Industriezweig für Kopien/Plagiate entwickelt und dieser wartet regelrecht darauf, dass neue Entwicklungen auf dem Markt kommen, um diese billigst nachzubauen. Der Zeitunterschied zwischen dem Erscheinen des Originals und des Plagiats wird auffallend geringer – oft nur noch wenige Wochen.

Unbestritten haben Original-Produkte einen hohen Preis. Einen Preis, den sich viele Dampfer nicht leisten können. Aber ebenso ist es Fakt, dass ein Dampfer mit geringen finanziellen Mitteln mittlerweile Produkte von Massenwaren-Herstellern beziehen können, die langlebig und günstig in den laufenden Nebenkosten sind. Also kann auch das schmale Portemonnaie nicht als Rechtfertigung herhalten, auf billige Kopien/Plagiate zurückgreifen zu müssen!